Als Wetterfester Baustahl wird eine Gruppe von Baustählen bezeichnet, die durch die Zulegierung sehr geringer Anteile von Chrom, Kupfer, Nickel oder Phosphor eine witterungsbeständige Deckschicht (Patina) bilden. Weil diese Legierungsbestandteile so gering sind(unter 1%), unterscheiden diese Stähle sich außer in der Wetterfestigkeit nur sehr gering von den üblichen Baustähle. In der chemischen Zusammensetzung ähneln die wetterfesten Stähle den Baustählen, weshalb diese in EN 10025-5 mit erfasst sind.

Die Bezeichnung der wetterfesten Baustähle, die wegen ihrer geringen Verunreinigung mit unerwünschte Elementen, wie beispielsweise Schwefel gemäß EN 10020 zu den Edelstählen gehören, wird dort analog zu den unlegierten Baustählen vorgenommen. Als letzter Buchstabe wird ein W für wetterfest bzw. WP für phosphorlegierte wetterfeste Stähle angehängt: S235J2W ist folgerichtig ein wetterfester Baustahl mit 235 N/mm² Streckgrenze. In Deutschland sind allerdings gemäß Bauregelliste A nur solche Stähle bauaufsichtlich zugelassen, die nicht phosphorlegiert sind. Die phosphorlegierten Stähle sind zwar grundsätzlich auch schweißgeeignet, allerdings müssten bei ihnen besondere Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Wetterfeste Stähle, die auch COR-TEN Stähle genannt werden, finden hauptsächlich in der Architektur, bei Skulpturen und im sichtbaren Stahlbau Ihre Verwendung.