Vergütungsstähle sind Stähle, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung für die Wärmebehandlung des Vergütens zur Erlangung höherer Festigkeiten bei guter Zähigkeit geeignet sind. Sie haben in der Regel einen Kohlenstoffgehalt von C = 0,25 – 0,60 %. Unter Vergüten versteht man eine zweistufige Wärmebehandlung, bei der der Stahl zuerst bei Vergütungstemperatur stark erwärmt und anschließend schnell abgekühlt (abgeschreckt) wird. Durch die schnelle Abkühlung verzerrt das Gefüge und so entsteht eine höhere Festigkeit. Anschließend wird der Stahl wieder leicht erwärmt (angelassen) und damit die Festigkeit etwas zurückgenommen um die Zähigkeit zu verbessern.

Vergütungsstähle sind in der DIN EN 10083 genormt.